Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) startet ein Pilotprojekt für Daten aus sogenannten New Approach Methodologies (NAMs). Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entwickler können bis Q3 2027 freiwillig Daten etwa aus Organoiden, Organ-on-a-chip-Systemen oder Computermodellen unabhängig von einem Zulassungsantrag bei der EMA einreichen und diskutieren. [Link]

Die Carl-Zeiss-Stiftung hat das interdisziplinäre CZS Health+Tech Network ins Leben gerufen und mit 10 Mio. Euro ausgestattet. In dem Netzwerk sollen fach- und institutionsübergreifend praktikable innovative Lösungen für anstehende Probleme in der Gesundheitsversorgung entwickelt werden.

Der französisch-amerikanische KI-Spezialist Owkin lizenziert seinen „AI Scientist“ K Pro samt multimodaler Patientendaten an Boehringer Ingelheim. Die Vereinbarung zeigt, wie Pharmaunternehmen agentenbasierte KI zunehmend direkt in ihre Forschungsprozesse integrieren.

Antibiotikaresistenz im Blick der FDA: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat BioVersys für den Antibiotika-Kandidaten BV100 den Fast-Track-Status erteilt. Der intravenös verabreichte Rifabutin-Kandidat wird in einer Phase-III-Studie gegen schwere, durch Carbapenem-resistente Acinetobacter baumannii-Komplexe verursachte Krankenhaus- und Beatmungspneumonien geprüft.

Mehr als 20 Jahre nach der ersten Entschlüsselung des menschlichen Genoms zeigt sich erneut, dass die vermeintlich bekannte Bauanleitung des Menschen noch Lücken hat. Forscher der Harvard Medical School haben Hinweise darauf gefunden, dass verschiedene Gene in Säugerzellen miteinander kombiniert werden können und dabei bislang unbekannte messenger-RNAs und funktionelle Proteine entstehen. Die Rede ist von Hunderten bis zu Tausenden neuen Proteinen. Die Ergebnisse wurden Anfang September im Fachjournal Nature veröffentlicht.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen NovaGo Therapeutics hat eine Serie-B-Finanzierung über 24 Mio. Schweizer Franken (30 Mio. US-Dollar) abgeschlossen. Die Runde wurde von Neurimmune und Pureos angeführt.

Roche kauft Rechte an trispezifischem Antikörper: Roche sichert sich für 75 Mio. US-Dollar upfront die weltweiten Rechte am präklinischen trispezifischen Antikörper SIM0660 von Simcere Zaiming. Der Deal könnte bis zu 1,53 Mrd. US-Dollar wert sein. SIM0660 bindet CD79a und CD19 auf B-Zellen sowie CD3 auf T-Zellen und soll so eine gezielte B-Zell-Depletion ermöglichen.

Evotec und Plectonic Biotech kooperieren bei neuen T-Zell-aktivierenden Ansätzen gegen solide Tumoren. Im Fokus steht die Kombination von Evotecs BiTco-Plattform für CD2-Kostimulation mit Plectonics LOGIBODY-Technologie, welche die T-Zell-Aktivierung über definierte Kombinationen von Tumorantigenen steuern soll. Ziel sind präzisere und wirksamere Immuntherapien.

Plectonic Biotech will T-Zell-Engager präziser machen. Die Münchner Biotech-Firma setzt dabei auf ihre LOGIBODY-Technologie, die Tumorzellen anhand einer Kombination mehrerer Antigene erkennt und erst dann eine Immunreaktion auslöst. Eine neue Kooperation mit Evotec soll nun zeigen, ob sich dieses Prinzip mit einer zusätzlichen T-Zell-Kostimulation verbinden lässt.

Die Freiburger CorTec GmbH erhielt Ende August die zweite FDA Breakthrough Device Designation für ihr Brain Interchange™-System – diesmal für den Bereich Kommunikation für Menschen mit einer Lähmung aller Gliedmaßen nach einer Rückenmarkverletzung.